Kurz erklärt: Dichtungen altern – auch wenn eine Uhr ursprünglich wasserdicht war, kann sich das über die Jahre ändern. Wer Dichtungen selbst prüft und rechtzeitig wechselt, schützt sein Uhrwerk vor teuren Feuchtigkeitsschäden.
Warum Dichtungen mit der Zeit versagen
Dichtungen aus Gummi oder Silikon unterliegen Materialermüdung. Kontakt mit Kosmetika, Chlorwasser, UV-Strahlung und wiederholtes Öffnen des Gehäuses beschleunigen den Alterungsprozess zusätzlich.
Die drei Hauptdichtstellen
Prüfmethoden
- Sichtprüfung auf Risse, Verhärtung oder Verformung der Dichtung
- Drucktestgerät (trocken oder nass) beim Fachhändler oder mit eigenem Prüfgerät
Dichtung wechseln – Schritt für Schritt
1. Gehäuseboden mit dem passenden Öffnerwerkzeug öffnen (je nach Bodenart: Schraubboden, Clipboden oder verschraubter Ring).
2. Alte Dichtung vorsichtig entfernen, ohne die Dichtungsnut zu beschädigen.
3. Neue Dichtung exakt nach Maß auswählen und einsetzen.
4. Dichtung dünn mit Silikonfett einfetten, um Geschmeidigkeit und Dichtwirkung zu erhalten.
5. Boden wieder verschließen und die Dichtigkeit kontrollieren.
Wie oft prüfen und wechseln?
Grundsätzlich sollte die Dichtung bei jedem Öffnen des Gehäusebodens erneuert werden. Bei intensiver Nutzung im Wasser (Sport- oder Taucheruhren) empfiehlt sich mindestens eine jährliche Prüfung, sonst reicht ein Intervall von ein bis zwei Jahren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie oft sollte ich die Wasserdichtigkeit prüfen lassen?
Mindestens jährlich bei Taucher- oder Sportuhren, ansonsten reicht ein Intervall von ein bis zwei Jahren.
Kann ich die Dichtung selbst wechseln?
Ja, mit dem passenden Öffnerwerkzeug und einer exakten Maßangabe der Dichtung ist das gut selbst machbar.
Warum wird eine Uhr trotz neuer Dichtung undicht?
Häufige Ursachen sind Kratzer oder Beschädigungen am Gehäuse, eine falsche Dichtungsgröße oder vergessenes Einfetten.